static vs. functioning dominant 7th chords

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erniecaster":15dilci2 schrieb:
Moment. Willst du jetzt sagen, das der Dom7, der nicht aufgelöst wird, "static" ist und wenn er doch aufgelöst wird "funktion"?

Jepp.
So verstehe ich das.
Also wie immer: schlimme Wörter für einfache Zusammenhänge...

:prof:
 
erniecaster":1iq4n4bw schrieb:
Hallo!

Woody":1iq4n4bw schrieb:
...Also haben wir hier einen Dom7, der nicht erwartungsgemäß aufgelöst wird, also eher einen "static Dom7".

Moment. Willst du jetzt sagen, das der Dom7, der nicht aufgelöst wird, "static" ist und wenn er doch aufgelöst wird "funktion"?

Gruß

erniecaster

Ah, ich applaudiere schonmal!

Was wäre wenn man jeden Stufenakkord einer Durtonleiter über eine Zwischendominante ansteuern könnte?

Ein musikalische Kadenz bedeutet nicht ausschließlich I !V V, oder ii V I.

Funktional Akkorde sind nicht ausschließlich Dominant, sonder es bezieht sich auf ihre Stufe. Sie sind dann Funktional, wenn sie als Stufenakkord auftreten. Das kann aber jeder Akkord in jeder Qualität sein, oder eben auch nicht.

Z.B. C7|Eb7 (Sub für A7) |D7 (Sub für F)|G7

Das klingt, wenn auch ungewohnt, sehr bluesig , funktional ist aber nur der G7, der sich in C major auflöst. Und wenn man Katie Melua und Konsorten hört, dann ist so´ne Akkordfolge schon populär Musik, oder?

Dat Dingen ist ja jetzt, dass du mit einer C Dur Tonleiter selbst bei dieser "popeligen" Alkkordfolge aufgeschmissen bist, wenn du sie harmonisch erklären willst. Also braucht es mehr.
 
Marcello":2rhmmx9t schrieb:
Z.B. C7|Eb7|D7|G7

Das klingt, wenn auch ungewohnt, sehr bluesig , funktional ist aber nur der G7, der sich in C major auflöst.

Einspruch Euer Ehren.
Der Eb7 lässt sich als Tritonussubstitution des A7 auffassen, somit hätten wir damit eine kadenzielle Wirkung zu D7, also eine funktional erklärbare Dom7-Wirkung.
Dann haben wir eine v-i Beziehung vom D zum G, welches wieder zum C führen könnte, also über alles eine ganz einfache Dominantkette, die zum Beispiel hübsch einen Turnaround in C ersetzen könnte.
So aus dem Zusammenhang ist das jetz aber ein bißchen albern.
Aber: defitiv functional, zumindest im Innern.

Viele Grüße,
Woody
 
ollie":zxl0at84 schrieb:
also sei dankbar und komm nicht mir Kampfausdrücke wie feige....

immerhin ist man ja bemüht...

Pff, Kinners nu seid doch mal nicht so empfindlich.
Jedem, der "brilliant verschränkte Obertöne" hört und Chips in Zerrern unterscheiden kann, aber keine Bluestonleiter fehlerfrei auf und an spielen kann, würdet Ihr doch auch mit Wonne verbal in die Pickupfräsung kacken.

Ist doch prima, wenn hier jemand nachhakt,
dann stehen hier im Endeffekt wenigstens verlässliche Fakten,
und nicht selbstverzapftes Geschwurbel.


Nix für ungut,
Viele Grüße,
Woody
 
Woody":j576x2fh schrieb:
Einspruch Euer Ehren.

Ja ist richtig!

Aber:

Funktionsakkorde sind I IV V und die II = Parallel zur IV III = Parallele zur V und die VI = Parallele zur I.

Und man kann die meisten der o.g. Akkorde als Doppeldominate deuten bzw. deren Substitut, wie in deinem Bluebeispiel übrigesn dann auch, alles Doppeldominantion und somit funktional, aber ein Tonales Zentrum im Sinne von Dur und Moll, gibt es nicht mehr.

Per Definition, der Bedarf es wohl, wäre für mich ein nichtfunktineller Akkord, der, der auf einer "Stimme" aufbaut, die keine Funktion hat. Chromatische Durchgansgtöne z.B.

Dann sind wir aber auch ganz schnell bei Schöberg und Konsorten..

Die Frage ist:

Meinte der Fragesteller nicht eigentlich Akkorde , aus denen sich kein Tonales Zentrum mehr ableiten lässt, oder in der Tat "Nicht-Funktionale" Akkorde!

Aber Papperlapapp. Es geht nicht um Funktionaliät , sondern um Statik. Und Statik hat mein Beispiel schon. Das meinte ich einfach und nicht, nicht-funtkional.

Ist mal wieder viel durcheinandergeschimssen worden, möchte ich meinen. ;-) und ist nicht ganz unwesentlich meine Schuld! :roll:

Ein Fall von "Sagen was man meint, sonst meint man, was du sagst!"

Darüber sind wir dann u.a. irgendwie bei Melodisch Moll gelandet...pfft! Ich sach ja, im Forum ist nicht alles Möglich. Dazu ist die Dynamik einfach zu hoch.
 
Pfaelzer":135rr4kk schrieb:
Über dom7-Akkorde spielt man üblicherweise mixolydisch,

Neinneinein!


:motz2:

Vereinfachen schön und gut,
aber so ist es falsch.
Und Mixo#11 z.B. ist nicht einfach ein hipperer Ersatz für Mixo,
sondern hat seine eigene harmonische Tradition und damit, erstmal, einen eigenen festen Platz.
Klar, Regeln sind da um gebrochen zu werden,
aber nur Gebrochenes ist unappetitlich und schwer verdaulich.


Viele Grüße,
Woody


PS ich kümmere mich mal die Tage um eine umfassende Darstellung von Dominanten...
 
[mp3]http://alonetone.com/marcello/tracks/jazz-is-evil.mp3[/mp3]


So hier ist es nu...

Also Demo wie ein Dom7#11 mit zugehöriger Melodisch Moll skala klingen kann.

Es ist ein wenig, sagen wir mal, uninspririert. Aber zu Demo taugt´s wohl, es hat aber eindeutig an einer 59er Paulette gemangelt!

Sehr geil auch zu bayrische Blasmusik heute. Ihr könnt´s aber auch downloaden, ne?

Changes, wie gesagt:

Cmmaj7| Ab7#11| Dm7b5 G7alt(Db7#11)| cm7|

Viertaktiger Vamp also..
 
erniecaster":3e4ahvot schrieb:
Mein lieber Ollie,

du darfst durchaus davon ausgehen, dass ich ein wenig Harmonielehre beherrsche. Sicherlich ist der Ausdruck "feige" ein wenig hart. Ich hätte "bequem" oder ähnliches schreiben sollen.


Gruß

erniecaster

sorry, aber den Eindruck machte dein Post nicht.....dann schreib es dazu und jeder weiß bescheid....du erwartest doch scheinbar auch klare Aussagen....
 
Marcello":2ua8ch4r schrieb:
[mp3]http://alonetone.com/marcello/tracks/jazz-is-evil.mp3[/mp3]


So hier ist es nu...

Also Demo wie ein Dom7#11 mit zugehöriger Melodisch Moll skala klingen kann.

Es ist ein wenig, sagen wir mal, uninspririert. Aber zu Demo taugt´s wohl, es hat aber eindeutig an einer 59er Paulette gemangelt!

Sehr geil auch zu bayrische Blasmusik heute. Ihr könnt´s aber auch downloaden, ne?

Changes, wie gesagt:

Cmmaj7| Ab7#11| Dm7b5 G7alt(Db7#11)| cm7|

Viertaktiger Vamp also..

Hi marcello,

danke, dass du dir die Mühe gemacht hast.

anfangs finde ich es schön und nachvollziehbar, aber dann klingt es in meinen Ohren falsch (v.a. dass was du über das Cmmaj spielst), sorry...aber wahrscheinlich sind meine Ohren nicht daran gewöhnt.

Für mich taucht aber nun die Frage auf, ich habe ja auch eine Vielzahl Gitarrenbücher zu Hause, die sich mit dieser Thematik beschäfitgen. Für gewöhnlich hab ich mir aber immer die CD zuerst angehört und eben solche, für meine Ohren schräg und schief klingende Passagen, ausgespart.....
mag harmonisch und theoretisch interessant sein, aber wenn es für einen nicht klingt wird das "sich damit auseinandersetzen" immer auf Sparflamme bleiben.....und da geht es mir schlicht bei sehr vielen Jazzern so...ist einfach nur in Kombi mit Rock oder Blues meines.....oder wenn dann richtig traditionell Benson oder Montgomery.....
 
Hallo Marcello,

vielen Dank für die Mühe. Wenn ich das Thema jetzt richtig verstanden habe, dann ist das hier ein functioning dom7, weil es die Akkordfolge ja hinterher wieder aufgelöst wird.

Bei allem nötigen Respekt - das Auflösen des Dominantseptimakkords passiert in mehr als der Hälfte von jedem deutschen Volkslied. Und das "Nicht-Auflösen" ist ein Gimmick, um ein Songende interessanter zu gestalten.

Es mag sein, dass gleich wieder einige Experten mit wildesten Begriffen um sich werfen, um zu erklären, dass ich offensichtlich nicht die geringste Ahnung habe. Für die hab ich da mal nen Link: http://www.maerchen.net/classic/a-k_kleider.htm

Gruß

erniecaster
 
Pfaelzer":2f8a9qd6 schrieb:
Ich maches jetzt mal vereinfachend (Woody und Marcello: VEREINFACHEND !!!).

Ein funktionaler Dom7-Akkord hat eine musikalische Funktion, nämlich Spannung zu erzeugen, die dann aufgelöst wird, also z.B. G7 -> löst sich in C-Dur (Cmj7) auf.
Ein statischer dom7-Akkord wird nicht aufgelöst, sondern steht einfach da, weil er so hübsch klingt...


p

wäre dann z.B: der Introchord von Venice (Hsus4/7 - glaub ich) ein statischer dom7 Akkord...er löst sich nicht auf und ist die 5. Stufe von Em in dem der song weiterläuft....
 
erniecaster":1waq1vzh schrieb:
Es mag sein, dass gleich wieder einige Experten mit wildesten Begriffen um sich werfen, um zu erklären, dass ich offensichtlich nicht die geringste Ahnung habe. Für die hab ich da mal nen Link: http://www.maerchen.net/classic/a-k_kleider.htm

Gruß

erniecaster

ich denke in der Tat - und das ist kein Märchen -, dass sehr viel nicht wissen (inkl. ich selbst), was man mit einem stat. dom7 Akkord improvisatorisch alles anstellen kann....
ist nicht jedermans Sache...witzig ist aber sicher, dass immer wieder einige nicht mal wissen, dass sie nichts wissen und deshalb eigentlich gar nicht mitreden können....(das mal nur so nebenbei)

ich muss es halt immer erst hören um zu wissen um was es geht. Das ist wie ein 4 Gänge -Menü, ich muss es probieren um herauszufinden ob ich das Rezept nachkochen will....
und Marcello hat sich die Mühe gemacht, einem das näher zu bringen und das rechne ich im sehr hoch an.....
 
Häte ich in der ganzen Zeit in der ich das hier jetzt verfolgt , gelsen , und versucht nachzuvollziehen und zu verstehen Gitarre geübt , wäre ich bei Technical Difficulties vermutlich wieder einen Schritt weiter aber NEIN....
Ich befasse mich einfach viel zu gerne mit Sachen die ich nachher für mich selber als Mist ereachte....

Schöne Österferien...
(in denen kann man üben...)
Gruß
Matze^^
 
ollie":3kmvymhb schrieb:
Hi marcello,

danke, dass du dir die Mühe gemacht hast.

anfangs finde ich es schön und nachvollziehbar, aber dann klingt es in meinen Ohren falsch (v.a. dass was du über das Cmmaj spielst), sorry...aber wahrscheinlich sind meine Ohren nicht daran gewöhnt.


Hi Ollie,

das ist eine äußerst interessante Beobachtung, die du da gemacht hast und ich bin mit dir ein gutes Stück D´accord!

Falsch ist es nicht, aber es lässt den Hörer ein wenig im "Regen stehen", würde ich sagen. Die Skala klingt "offen" ohne sich aufzulösen, obwohl sie die große Septime beeinhaltet. Jetzt vor allem in Bezug auf den Cmmaj7!! Ich habe die als Beispiel dort als Fabe gespielt, würde das in der Art aber normalerweise nicht machen. Man kann das einstreuen, aber auf dauer ist das echt "strange". Das Thema habe ich dann auch in harmoisch Moll gespielt, bis auf den Ton gb über Ab7#11, Terz aus eb mel moll., die kleine 7 des Akkordes). Über die Dom7 Akkorde finde ich sie schon "stark" , mit viel Spannungen, die sich "auflösen" wollen.

Das lässt sich aber auch irgendwie erklären, denke ich.

Die Melodisch Moll Skala ist als solche keine Skala, wie wir sie in unser Funktionstheorie herleiten können. Sie wurde zwar gespielt, aber die chrakteristische große 6te und große 7 wurden nur in Aufwärtsbewegungen gespielt, runter wurde sie quasi in eine natürliche Moll Skala "aufgelöst".

Eine Skala die rauf und runter aber andere Intervallschritte hat, hat ist Funktionsharmonisch aber Käse! Klar. Deswegen wird die Skala rauf und runter gleich gespielt. Man nennt sie deswegen auch "Jazz-Melodisch-Moll" und ist vor dem Hintergund auch mehr ein Behelfsvehikel, aus dem dann eben auch Stufen Akkorde abgeleitet werden konnten.

Der Gag daran ist halt, das diese Skala die ganzen Tensions (b9, #9, b5, #5, etc.) erklärt, die gerne über Dom7 Chords gespielt werden. Auf der III Stufe gibt es noch den interesanten maj#5 Akkord.

Das lässt sich aber in jedem Buch darüber nachlesen. Spar mir also das nähere Eingehen darauf.

Aber insgesamt gesehen wird diese Skala fast auschließlich in einer Dominant-Funktion angewendet, weniger als Stufenskala im herkömmlichen Sinne, sondern als Vehikel, um zusätzliche Töne (Tensions) in Dom7-Klängen zu ermöglichen. Tension (Spannung) deswegen, weil sie nicht "falsch" klingen, aber genau wie die kleine 7 in einem Dom Akkord (ist ja der Leitton der zugehörigen Dur Skala), eben nach "Auflösung" streben. Vergleichbar mit den "Blue-Notes" (b5, b3) in der Pentatonik.


Ja, ,mit dem persönlichen Geschmack, was gefällt und was nicht, das ist eine andere Frage. Wenn man sich nicht dran gewöhnen kann oder will, so soll es dann so sein. Ich meine, es gibt einfach Dinge (unabhängig von ihrer Komplexität) die habe ich dann auch nach spätestens einer halben Stunde auf. So ist der Mensch nunmal. Man sollte nur vorsichtig sein und solche, die das gut finden , nicht als verquaste Idioten hinstellen. Ist aber auch nicht Intention hier, oder. Ich meine, das hat ja schon Hand und Fuß und ist keine Spinnerei und darum ging´s mir jetzt.

erniecaster":3kmvymhb schrieb:
Hallo Marcello,

vielen Dank für die Mühe. Wenn ich das Thema jetzt richtig verstanden habe, dann ist das hier ein functioning dom7, weil es die Akkordfolge ja hinterher wieder aufgelöst wird.

....

Hallo Ernie,

das hat mit der ursprünglichen Frage eigentlich nichts mehr zu tun, sonder bezog sich auf die Erklärung eine Dom7#11 . Der ist hier ein Substitut, und du wirst lachen, ich kann die Substitution des Ab7#11 ("wo kommt der Geldschrank her?") gerade nicht erklären! Und das Beispiel verdeutlicht lediglich, wie es klingt , wenn man darüber mit der melodischen Moll Skala, in der er ja die IV Stufe darstellt, klingt. Die melodisch Moll Skala spiele ich zwischendurch auch mal über den G7. Alterierte Skala wird´s dann auch genannt. Ist aber auch durch Tritonussubstitution entstanden. Dadurch entsteht ( Klanglich gesehen auf dem Db wieder ein Dom7#11, Also Ab-Melodisch-Moll) und kein Scheiß, das ist für menschliche Ohr ein gleichwertiger Ersatz für den G7.

Wer da nichts zu weiß, kann Tritonussubstitution auf Wiki suchen.
 
Hi Marcello,

vielen Dank für deine Ausführungen.
Hier in der Arbeit ist es für mich jetzt leider zu schwieriger Stoff (für so nebenbei mitlesen und mitreden).
ich weiß aber in etwa was du meinst. Ich kenne die die Skalen zum Teil, aber wende sie eigentlich nie an....
Aber das hat mich jetzt neugierig gemacht und ich werde mich zu Hause damit genauer befassen und dann kann ich dir auch ganz genau sagen was ich interessant finde und was mich stört.
Nächste Woche habe ich Urlaub und Zeit.

VG
Ollie
 
Ich befürchte, ich komme nicht mehr mit.

Beim statischen DOM7-Akkord geht es doch vor allem um die Vielfalt seiner Deutungsmöglichkeiten. Oder nicht?

So kann ich über einen Vamp über G7 jede Menge Zeug spielen und das tonale Zentrum (hier G7) "färben". So zum Beispiel mit folgenden Skalen:

G-Mixolydisch
G-Blues-scale
G-Moll-penta
G-moll penta mit der 6 statt der 7
G-HTGT
G-GT
G-Alteriert (Abmelmoll)
G-Lydian Dominant (mixo#11) (CmelMoll)
Chromatisch


Das kann ich im einzelnen ausspielen, mischen oder auch nur andeuten wie ich will und wann ich will. Eben immer so wie es für mich gut klingt und vor allem OHNE Rücksicht auf andere tonale Zentren. Bei G7 als Funktionsakkord wäre so ein tonales Zentrum C(maj7) oder C-moll oder CmM7.

Nur noch mal zum Ursprungsposting zurück. Die "Deutung" oder "Herleitung" halte ich persönlich für bestenfalls zweitrangig. Es geht primär darum, den 7er-Akkord zu umspielen, verspielen, verzieren etc... Naja, mir jedenfalls. Ich bin aber auch kein ganz großer Musiktheoretiker. Ich spiele einfach

Oder würfele ich hier Begrifflichkeiten total durcheinander? Dann müsste ich die letzten paar Seiten noch einmal lesen, denke ich. Vielen Dank für Aufklärung...
 
Christof":1zhm65if schrieb:
Oder würfele ich hier Begrifflichkeiten total durcheinander? Dann müsste ich die letzten paar Seiten noch einmal lesen, denke ich. Vielen Dank für Aufklärung...


Du selbst nicht, aber in diesem Fred sind zwei verschiedene Themen behandelt worden.

Einmal Dom7 Akkkorde mit Tensions als Stufenakkord (V) oder als Substitute , immer in funktionaler Eigenschaft und einmal als statischer Akkord, der letzlich auch die Tensions haben kann. Wie man damit umgehen kann, schreibst du ja selbst. Er lässt einem interpretatorische Freiheiten, weil er sich in kein tonales ZEntrum auflöst. Er ist schlicht statisch.

Das Problem ist die Formulierung der Ausgangsfrage: Sie hätte lauten müssen: Statische Akkorde vs. Nicht-Statische Akkorde, also solche, die sich in ein tonales Zentrum in Dur oder Moll auflösen.

Denn Funktional sind die Akkorde alle, egal ob statisch oder nicht statisch.
 
Marcello":18y2c1ku schrieb:
[
Das Problem ist die Formulierung der Ausgangsfrage: Sie hätte lauten müssen: Statische Akkorde vs. Nicht-Statische Akkorde, also solche, die sich in ein tonales Zentrum in Dur oder Moll auflösen.

Denn Funktional sind die Akkorde alle, egal ob statisch oder nicht statisch.

Ok, danke Marcello, dann bin ich wieder ungefähr im Bilde....
 
Marcello":3g5s6tgq schrieb:
Die Frage ist:

Meinte der Fragesteller nicht eigentlich Akkorde , aus denen sich kein Tonales Zentrum mehr ableiten lässt, oder in der Tat "Nicht-Funktionale" Akkorde!

Das verstehe ich leider schon nicht mehr...
Als Fragesteller hätte ich mich vielleicht reger hier im Board beteiligen sollen. In der Zwischenzeit bin ich mir jetzt nicht mehr sicher, ob ich die Frage so formulieren würde.
Daher jetzt kurz das Thema worum es mir eigentlich geht.
Es tauchen immer wieder Dominanten auf, die sich nicht im Verhältniss V - I oder bII - I zum nachfolgenden Akkord auflösen.

Die Definition, die ich zu statischen und funktionalen Dominanten gelesen habe, besagte lediglich, dass sich funktionale dom7 in den o.g. Intervallverhältnissen auflösen (wie man es gut mit Leittönen, Kadenzen, Stimmführung erkären und hörbar nachvollziehen kann), statische jedoch nicht.

Mit dieser Erklärung bin ich im Umkehrschluss davon ausgegangen, dass alle sich nicht in den genannten Intervallverhältnissen auflösenden dom7 Akkorde statisch seien.
Das hat der Autor aber wahrscheinlich nicht gemeint. Ein one chord vamp z.B wäre ein gutes Beispiel für einen statischen dom7.
Beispiel Girl from Ipanema:
Imaj7 / II7 / IIm7 / bII7 /
Imaj7 ...
Die II7 in GFI ist aber sicher nicht als statischer dom7 zu verstehen.

Auf der anderen Seite gibt es genug Beispiele für Dominanten, dessen Nutzung ich mir nicht erklären kann, was aber auch an meinem Harmonielehrestand liegen kann ;o)

Sehr viele Dom7 kann man mit Dominant-, Sekundärdominant, Substitutionsdominantfunktionen erklären. Sie beschreiben eigentlich immer ein tonales Zentrum oder sind funktionsharmonisch zu erklären. Skalen, um darüber zu improvisieren, hat man dann schnell zur Hand.

Dann gibt es diese Dominanten, da greifen diese Erklärungen nicht, zumindest finde ich sie nicht... :o(

"Monk" von Michael Landau; da kommen alterierte Dominanten im Dreierpack hintereinander über G7, G#7, F#7 (nennung der Alterationen spar ich mir) Profane Erklärung des Autors "chord melody"...

Es gibt also die Fälle, da wird etwas robuster moduliert, nenne ich es jetzt mal so ;o) , man kann aber ein tonales Zentrum erkennen und die üblichen Skalen anwenden.
Mein Problem habe ich mit Dom7, bei denen ich doof da stehe, wahrscheinlich liege ich aber mit dem Begriff static etwas daneben.

Mal anders gefragt: Welche Verwendungsmöglichkeiten für dom7 Akkorde (alteriert oder nicht) sind euch bekannt, die nicht den oben beschriebenen Mechanismen entsprechen (Dominant-, Sekundärdominant, Substitutionsdominantfunktionen, Verkettung von II-V Verbindungen usw)?
 
Fleisch&Kartoffeln":3fmk6af4 schrieb:
"Monk" von Michael Landau; da kommen alterierte Dominanten im Dreierpack hintereinander über G7, G#7, F#7 (nennung der Alterationen spar ich mir) Profane Erklärung des Autors "chord melody"...



Ja, damit machste aber auch ein riesen Fass auf! Chord-Melody kann zum einen heißen "Constant-Sructure", so ansatzweise zumindest. Ergibt so´n bisschen Sinn, weil die Akkorde die selbe Qualität haben..

Wäre das nicht so und es kämen "irgendwelche" Akkorde heraus, die auf Durchgangstönen oder Hilfsnoten basieren. Wären sie in der Tat nicht funktional.

Das ist aber super "Far Out" . Free Jazz, Zwöflton, moderne Impresionissten...schnall ick och nicht mehr! Man meint immer, die Spielen gerade was sie wollen, is´aber (leider) nicht so! Har, har!!

Erklär sie dir funktional, mit gedanklichen Freiheit, da (fast) jedes Tonale Zentrum hinterpacken zu können , dass du da gerne hättest.


Das ist aber wie mit essen oder Sprache, man lernt die Dinge nach und nach kennen und eventuell zu schätzen.

Der G7 bzw G#7 danach lässt sich noch durch die Tritonussubstituition von D7 erklären. G#ist Trition zu D. F# Wäre es zu C. Wenn der Autor aber sagt, er habe da an Chord-Melody gedacht, dann ist das einfach so profan. Er harmonisiert einfach Dom7 Klänge über die gegebenen Melody-Töne. Sie sind statisch, aber funktional, weil ihre Töne auf den einzelnen Tonstufen der zu gehörigen Skala/Modi oder wie auch immer basieren...ich kann das leider nicht besser erklären.

Kauf dir mal ein gutes Buch über Reharmonisation! Da steht viel Wissenwertes drin , was das betrifft!
Ich muss(will) mich da künftig auch mehr mit beschäftigen. Gibt da interessante Konzepte..
 
Marcello":2qa4snes schrieb:
Das Problem ist die Formulierung der Ausgangsfrage: Sie hätte lauten müssen: Statische Akkorde vs. Nicht-Statische Akkorde, also solche, die sich in ein tonales Zentrum in Dur oder Moll auflösen.

Wohl eher:
"Wer erklärt mir Doof die dom7, die ich nicht kapiere?!"
 
Fleisch&Kartoffeln":qwopbuz2 schrieb:
Marcello":qwopbuz2 schrieb:
Das Problem ist die Formulierung der Ausgangsfrage: Sie hätte lauten müssen: Statische Akkorde vs. Nicht-Statische Akkorde, also solche, die sich in ein tonales Zentrum in Dur oder Moll auflösen.

Wohl eher:
"Wer erklärt mir Doof die dom7, die ich nicht kapiere?!"


Ich für meinen Teil verstehe nicht einmal Deine Frage. Was meinst Du mit Dom7, die Du nicht kapierst? Was musst Du noch verstehen, was Du nicht eh schon weisst? Es gibt Dominantseptakkorde, die eine überleitende Funktion erfüllen und es gibt welche, die (zum Teil scheinbar) einfach so dumm dastehen. (So wie ich gerade).
Zu beiden Formen gibt es manchmal Hinweise für speziellere Sounds zB. bei Dom7#11. Oftmals ist da nichts angegeben und dann sollte Dein geneigtes Ohr entscheiden, welche Töne außer den Tönen des Vierklangs dazu gut passen.

Und sorry für das Folgende, falls ich voll daneben liege: kann es sein, dass Du Dir die Dinge gerade unnötig verkomplizierst oder Du gerade Schritt 3 vor Schritt 1 machst?
 
Christof":1cfs8fsq schrieb:
Ich für meinen Teil verstehe nicht einmal Deine Frage. Was meinst Du mit Dom7, die Du nicht kapierst? Was musst Du noch verstehen, was Du nicht eh schon weisst? Es gibt Dominantseptakkorde, die eine überleitende Funktion erfüllen und es gibt welche, die (zum Teil scheinbar) einfach so dumm dastehen. (So wie ich gerade).
Zu beiden Formen gibt es manchmal Hinweise für speziellere Sounds zB. bei Dom7#11. Oftmals ist da nichts angegeben und dann sollte Dein geneigtes Ohr entscheiden, welche Töne außer den Tönen des Vierklangs dazu gut passen.

Und sorry für das Folgende, falls ich voll daneben liege: kann es sein, dass Du Dir die Dinge gerade unnötig verkomplizierst oder Du gerade Schritt 3 vor Schritt 1 machst?

Noch weiter ausgeholt:
Die Dom7, die im Kontext II - V - I , bII - I usw. in einem funktionalen Kontex nenn ich es jetzt mal auftauchen, mit alterierten Klängen oder mit den Möglichkeiten der melodich Moll Tonleiter zu bearbeiten, habe ich mir in den letzten Wochen und Monaten intensiv angehört und erspielt. Es klingt nicht immer schön und flüssig was ich da mache, aber das Tonmaterial will auch ordentlich phrasiert werden, damit es klingt und da komme ich oft genug noch ins stolpern oder hinke geistig hinter den Changes her, weil ich nicht flott genug bin.
Das Grundprinzip der Anwendung bei Dominanten, Sekundärdominanten, oder Substitutdominanten ist aber klar.
Akkordfolgen zu stricken, die nach diesen Prinzipien funtionieren geht auch (einigermaßen), die Analyse solcher Akkordfolgen auch (ebenfalls einigermaßen).
Die Dominanten die "ich nicht kapiere" funktionieren nach anderen Prinzipien, die mir nicht klar sind. Das will ich ändern.
Zu sagen, alle diese Dominanten kannst du mit mixo#11 bearbeiten oder beim schreiben einer Akkordfolge, du kannst einfach irgendwo eine Dom7 setzten wenn dir die Klangfarbe gefallt, ist mir zu profan, da ich denke, dass es mit Sicherheit Prinzipien gibt, die sich in Vergangenheit als besonders praktikabel erwiesen haben.
Die würde ich gerne kennen, mir erhören und erspielen...

Diese Hinweise für speziellere Sounds, springen mich noch nicht so an, dass ich sie verarbeiten könnte. Manchmal klingt die alterierte Skala (der klassische Fall der Anwendung bei funktionalen dom7 melodisch Moll einen Halbton drüber) über solche dom7 aber auch einfach nur scheiße.

http://www.youtube.com/watch?v=y861L7y8 ... PL&index=1

Emily Remler stellt hier ihren Approach zu dieser Thematik vor....
Selbe Thematik, ein Kochrezept (immer mixo#11 über diese non resolving dom7 chords), wenig Erklärung
 
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