Pipper/Jäger-Paula : Amber Pickups

erniecaster":1fiu080k schrieb:
Ist das so? Ganz erhebliche Auswirkungen?

Was ihr immer alle hört, ist phänomenal.

Mit was für Gitarrenmodellen wurden Stairway to heaven und Samba Pa Ti eingespielt? Das zu hören, dürfte doch überhaupt kein Problem sein. Komischerweise werden dafür irgendwelche Zeitzeugen aufgerufen.

Na, wer hört was?

Hallo,

es ist wohl ein erheblicher Unterschied zwischen "gewaltige Auswirkung" und klar durch fremdhörer zu identifizieren.

Natürlich macht es einen Unterschied, ob ich 9er oder 11er Saiten benutze. Damit ändere ich eine Variable in einem dann doch recht komplexen System (auch wenn es grundsätzlich erst einmal recht simpel ist).

Wenn ich über zwei verschiedene Amps spiele, macht das auch einen gewaltigen Unterschied, und das auch wenn anhand der genutzten Sounds niemand die zwei Verstärker sicher identifizieren könnte, oder?
 
HanZZ":a9zr1aoj schrieb:
Dann wiederum haben mir die recht cleanen bis leicht angezerrten Sounds, die ein Gregor Hilden mit seinen Paulas macht sehr gut gefallen, und inzwischen bin ich wieder Besitzer einer R6 und R9. In letzterer würde ich die Ambers gern mal ausprobieren wollen.

Ich hatte letztens ne R9 mit Seymour Duncan Antiquity in der Hand und die klang absolut klasse. Die dürften dir auch sehr gut gefallen. Zu den Ambers kann ich nix sagen, bislang noch nicht gehört.

Hier nochmal nen Link. Ladet euch die Wave Dateien runter und hört die Unterschiede ;-)

http://www1.gitarrebass.de/magazine/0502/paf.htm
 
Hallo Wary,

das ist alles mal wieder eine Frage der Definition.

Wenn du dreimal die leere E-Saite anschlägst, wirst du keine drei gleich klingenden Töne bekommen. Im Labor jedenfalls.

Da ich ja nunmal selbst Gitarre spiele, schaue ich bei Gitarristen live natürlich genauer hin. Und ich sehe im Regelfall riesige Stressbretter, auf denen wie wild geschaltet wird und diverse Gitarren, die abwechselnd benutzt werden. Nur höre ich meistens keinen großen Unterschied. Eine cleaner Rhythmussound, ein gezerrter plus ein gezerrter Solosound. Das kommt im Regelfall bei mir als Hörer an.

Wenn es dem Gitarristen auf der Bühne Spaß macht, auf Geräten rumzutreten und verschieden lackierte Hölzer vorzuführen - bitteschön. Ich wünsche viel Vergnügen. Aber ich hör den Unterschied meistens nicht. Ich rede hier nicht nur von Sessions oder von Schützenfest-Bands sondern auch von professionellen Top-Acts.

Selbstverständlich hat jede Änderung, ob Saitenmarke, -stärke, Plektrummaterial, Speaker, Röhren etc. eine Auswirkung. Aber die "erhebliche Auswirkung" möchte ich mal ganz stark bezweifeln.

Woher kommt der Ausspruch "die Kirche im Dorf lassen" eigentlich? Passt hier ungemein.

Gruß

erniecaster
 
little-feat":2ilfksjx schrieb:
[...]
Selbstverständlich gibt es Qualitätsunterschiede bei Pickups. Muss das noch extra erwähnt werden?

[...]

Ein Pickup ist ein primitives elektrisches Bauteil, welches keinen Spielraum läßt für neue, revolutionäre und hoch-innovative Ideen, dafür aber um so mehr für jede Menge nicht beweisbaren Voodoo, der auch funktioniert......wenn man dran glaubt.

Passive Pickups sind ganz primitive Teile. Selbst die etwas komplexeren Humbucker sind recht primitiv.

Laut Aussagen von fachkundigen Leuten spielen Voodoo-Bestandteile wie Magnete (da angeblich Magnet gleich Magnet, egal ob Alnico oder sonstwas) keine große Rolle. Ob diese Personen Recht haben?

Es gibt in der Tat nämlich sehr große Unterschiede im Klang.
Das merkt man, wenn man in ein und der selben Gitarre Tonabnehmer wechselt und hinterher klanglich ein quasi anderes Instrument hat.

Wo die Unterschiede nun herkommen?
Gute Frage. Auf die ich keine gute Antwort habe.

Was aber bei mir immer Voodoo-Alarm-Glocke anschlägt ist, wenn in G&B mal wieder etwas aus D-Land über den grünen Klee gelobt wird.

Fakt ist: in der Preisliga der Ambers gibt es jede Menge gute Pickups. Das die Amber jetzt den PAF neu erfunden haben, wäre zu beweisen.
Und ob wirklic hjeder mit einem typischem PAF-Sound happy wird, dito.
Und so lange das alles nicht in de rPraxis bewiesen ist, bin ich so frei, Amber-PUs als G&B-Hype ohne realen Wert anzusehen.

:-)

Stef
 
erniecaster":21ee3jdz schrieb:
Wenn es dem Gitarristen auf der Bühne Spaß macht, auf Geräten rumzutreten und verschieden lackierte Hölzer vorzuführen - bitteschön.

Ich höre als Musikant diesen Unterschied bei mir selber. Und ich möchte für mich das Beste Ergebnis. Das ist Argument genug für mich. Wenn dann noch jemand anderer hört. Fein.
Das ist der Anspruch den ich selber stelle an mich. Und ich bin reiner Kommerzmusiker! Ich nivelliere mich nicht nach dem der am schlechtesten hört. Und das sollte Legetim sein für einen Musikanten.
 
erniecaster":25hb9prc schrieb:
Nur höre ich meistens keinen großen Unterschied. Eine cleaner Rhythmussound, ein gezerrter plus ein gezerrter Solosound. Das kommt im Regelfall bei mir als Hörer an.

Ich verstehe was Du meinst. Auch ich fühle mich nicht berufen dazu, vor der Bühne zu stehen um anerkennend festzustellen, dass gerade dieser Sound jetzt von dem gemoddeten Tubescreamer und dem handgebauten Kompressor kommt, und das dieser Sound auch nur so möglich ist. Oder zu bemerken, das dieser geile Gitarrenton jetzt nur mit dieser und jener saitenmarke und -Stärke zu machen wäre.

Was ich aber höre, ist ob der Sound mir gefällt. Bei anderen, aber auch bei mir. Wie man dahin kommt, einen guten Sound zu erreichen ist wohl individuell und dann doch mitunter komplex. Der eine braucht dazu nur irgendeine Gitarre und einen guten Amp, für den anderen muss es eben das Custom-Shop-Instrument, das riesige Effekrack und der Boutique-Amp sein.

Wenn es im Ergebnis stimmt, haben beide doch irgendwie Recht.

Wichtig ist, wie Auge bereits erwähnt hat, doch auch vorrangig das der jeweilig musizierende mit seinem Geraffel zufrieden ist. Und da kann durchaus die Saitenstärke einen "gewaltigen Unterschied" machen.

Man sollte das halt alles nicht so wichtig nehmen. Jeder betreibt halt so viel Aufwand, Mühe und Vodoo mit seinem Gitarrenkram wie viel es ihm wert ist. Ich als Zuhörer kann ja immer noch den Sound einfach blöd finden oder als Musiker mich diesem Wahnsinn verwehren.
 
nichtdiemama":1ybnkdi5 schrieb:
Wo die Unterschiede nun herkommen?
Gute Frage. Auf die ich keine gute Antwort habe.

Für mich waren Pickups immer das, ws für manche Frauen Schuhe sind. Ich habe oder besser, ich hatte einen PU-Tick. Gekauft, ausprobiert, wieder verkauft.

Einige habe ich behalten.

Waren das die Besten, ganz allgemein gesprochen? Daran glaube ich nicht.

Es waren jene, die zu einer ganz bestimmten Gitarre am besten gepasst haben. Pickups sind keine Masskonfektion, sondern immer eine Kompromiß-Konstruktion.

Ich habe in meiner 57er Strat wohl 10 verschiedene PU-Typen gehabt, alles namhafte, teilweise auch sauteure Produkte.

Endgültige Lösung, weil am besten geeignet: Fender Custom Shop Fat 50´s. das ist es. Für diese Gitarre. In einer anderen müssen sie nicht das Gelbe vom Ei sein.

Und daher habe ich gelernt:

"DEN" Pickup gibt es nicht. Das gilt für Kloppmann, Amber, Henderson, Florance und wie sie alle heißen.
Es gibt nur "DIE" Gitarre, in der genau dieser Pickup perfect Match sein kann. Und dann kann der PU-Hersteller auch gerne Tesla aus Korea sein.

Zu sagen, dieser PU ist der Heilige Gral, er wertet jede Paula oder Strat um Welten auf - ist der größte Blödsinn, den man verzapfen kann.

Tom
 
little-feat":1gp19i5w schrieb:
nichtdiemama":1gp19i5w schrieb:
Wo die Unterschiede nun herkommen?
Gute Frage. Auf die ich keine gute Antwort habe.

Für mich waren Pickups immer das, ws für manche Frauen Schuhe sind. Ich habe oder besser, ich hatte einen PU-Tick. Gekauft, ausprobiert, wieder verkauft.

Tom, wovon redest Du da? Hast Du je erlebt das eine Frau ein par Schuhe wieder verkauft hat?

Gruß Matthias ((der sich gerade garnicht sicher ist ob seiner Freundin wirklich mehr Schuhe als er hat :oops: )
 
Hallo!

auge":iu7r6u4q schrieb:
Ich nivelliere mich nicht nach dem der am schlechtesten hört. Und das sollte Legetim sein für einen Musikanten.

Ist es. Absolut.

Aber:

wary":iu7r6u4q schrieb:
Man sollte das halt alles nicht so wichtig nehmen.

Anderer Amp oder andere Gitarre, anderes Kabel, anderer Tubescreamer. Alles schön und gut und sicherlich hörbar etc. Ich halte es lediglich für wichtig, die Relationen im Auge zu behalten.

Natürlich macht es Spaß, sich zu überlegen, welche Gitarre für den anstehenden Gig die "Richtige" ist. Aber es ist nicht wirklich wichtig sondern eben ein Spaß. Und dessen sollte man sich meiner Meinung nach bewusst sein.

Gruß

erniecaster
 
wary":2tv5dnqm schrieb:
Hast Du je erlebt das eine Frau ein par Schuhe wieder verkauft hat?

Ne, keine Ahnung. Meine hatten andere Ticks, die Jetzige und wohl (hoffentlich) Endgültige hat´s mit Gürteln.

Eigentlich war der Satz auch bei "Pickup-Tick" zu Ende. Das mit verkaufen war dann schon die nächste Ebene...........ääh, was rede ich, wer bin ich.......bitte nicht helfen, es ist alleine schon schwer genug. :-D

Tom
 
erniecaster":261pkeyc schrieb:
Hallo!

auge":261pkeyc schrieb:
Ich nivelliere mich nicht nach dem der am schlechtesten hört. Und das sollte Legetim sein für einen Musikanten.

Ist es. Absolut.

Aber:

wary":261pkeyc schrieb:
Man sollte das halt alles nicht so wichtig nehmen.

Anderer Amp oder andere Gitarre, anderes Kabel, anderer Tubescreamer. Alles schön und gut und sicherlich hörbar etc. Ich halte es lediglich für wichtig, die Relationen im Auge zu behalten.

Natürlich macht es Spaß, sich zu überlegen, welche Gitarre für den anstehenden Gig die "Richtige" ist. Aber es ist nicht wirklich wichtig sondern eben ein Spaß. Und dessen sollte man sich meiner Meinung nach bewusst sein.

Gruß

erniecaster


Wenn du es so meinst dann stimme ich dir zu. Drüber reden, Spass haben, sich freuen aber keine Dogmen und Bierernsten streitereien draus werden lassen.
Und ja mein Tick sind eben Gitarren (lt. Marcello sogar lauter gleiche ;-)) und ich freu mich vor Gig entscheiden zu können welche drei elektrischen heute mitfahren.
Für den Samstag hab ich mal die V und die AL im Plan. Nummer drei ist noch nicht entschieden ;-) Muss was Pauliges sein. Ausserdem spiel ich ja am Sonntag gleich wieder da sollte noch eine 4. ins Auto *hahahahaha* ...
 
Zwei meiner Paulas tragen Amber PUs (die Gibson hat sie nachträglich anstatt der ursprünglich verbauten Burstbucker bekommen), genau gesagt jeweils den "Classic" PU am Hals und den "Classic Rock" PU (mit etwas mehr Schmackes) am Steg. Das sind auf jeden Fall herausragend gut klingende Abnehmer die m.E. ideal für einen hochwertigen "klassischen" Les Paul Sound sind (zumindest der Les Paul Liebhaber weiß was ich damit meine). Etwas teuer sind die PUs ja schon... aber sie sind auch wirklich gut und die letzten heimisch produzierenden Unternehmen unterstütze ich auch gerne.
 
Und daher habe ich gelernt:

"DEN" Pickup gibt es nicht. Das gilt für Kloppmann, Amber, Henderson, Florance und wie sie alle heißen.
Es gibt nur "DIE" Gitarre, in der genau dieser Pickup perfect Match sein kann. Und dann kann der PU-Hersteller auch gerne Tesla aus Korea sein.

+1 !!

Und natürlich gibt es deutliche Unterschiede! Ich habe nach eingehender Recherche die Duncan SH-1/SH-4-Combo auf meiner LP-artigen Gitarre (Hamer FM Special) gegen eine WCR Darkburst/Goodwood-Combo gewechselt und genau die Verbesserung(subjektiv) bzw. Veränderung (objektiv) bekommen, die ich angestrebt habe. Mir gefällt's, jemand anders wird's vielleicht nicht gut finden.
Aber das ist doch das Herrliche daran: Jeder kann nach Herzenslust (und Geldbeutel) ausprobieren und rumexperimentieren! Der Superlativ ist dabei immer grundsätzlich nur subjektiv möglich.
 
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